Was ist Bringtreueprüfung (Btr.) eigentlich?

Durch diese Prüfung soll besondere Zuverlässigkeit des Gebrauchshundes im Bringen festgestellt werden. Diese beweist der Hund dadurch, daß er kaltes Wild, welches er zufällig und ohne jeden Einfluss seines Führers findet, aufnimmt und seinem Führer bringt. 

Die Bringtreueprüfung ist in den Monaten August bis einschließlich April im Walde in möglichst wildreinen Dickungen, gegebenenfalls auch im Altholz mit dichtem Unterholz abzuhalten. Kleine zur Beobachtung des Hundes geeignete Blößen müssen vorhanden sein. 

Für die Bringtreue sind Füchse zu verwenden, die den Bestimmungen des § 36 der VGPO entsprechen müssen. Die Füchse werden 100 m von der Stelle am Dickungsrand ausgelegt, an welcher der Hund bei der Prüfung geschnallt werden soll. Der für die Prüfung bestimmte Fuchs muß spätestens zwei Stunden vor Beginn der Arbeit frei - nicht hinter einen Baum oder in eine Vertiefung -  ausgelegt werden. Dabei ist der Fuchs zu dem Auslegeplatz zu tragen, er darf auf gar keinen Fall geschleppt werden oder beim Transport irgendwie den Boden berühren. 

Der Führer kann den Hund entweder von seinem Stand aus stöbern lassen oder ihn zunächst in einer gewissen Entfernung ablegen und ihn dann mit Wink oder Zuruf zum Stöbern in die Dickung schicken.  Der Führer muss dann den Hund durch einmaligen Suchbefehl in die Dickung schicken (kein Bringbefehl). Von diesem Augenblick an ist dem Hund 20 Min. Zeit zu geben, um den ausgelegten Fuchs beim Stöbern in der Dickung zu finden und ihn seinem Führer zu bringen. Zu diesem Zweck darf der Hund beliebig oft zum Stöbern aufgefordert werden. Der Hund, der innerhalb 20 Minuten nach dem ersten Schnallen seinem Führer den Fuchs zuträgt, hat die Prüfung bestanden. Ein Hund, der beim Stöbern zum Fuchs kommt, ihn aber nicht aufnimmt und leer zum Führer zurückkommt oder weiter stöbert, ist von der Weiterprüfung auszuschließen und sofort anzuleinen.

 

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