Was ist Agility eigentlich?

Schlägt man im Duden unter „agil – Agilität“ nach, wird dieser Begriff mit „Behendigkeit – Beweglichkeit“ erklärt. Keine andere Definition würde diese Beschäftigung mit dem Hund exakter beschreiben. Die von Hund und Hundeführer im Parcour zu bewältigenden Schwierigkeiten sind nur mit entsprechender körperlichen sowie geistiger Beweglichkeit zu lösen.


Agility ist eine klassische Teamsportart. Das Team besitzt 6 Beine. Vier Beine liefert der Hund. Das fehlende Beinpaar stellt der Mensch, der den Hund ähnlich, wie beim Springreiten, durch einen Hindernisparcours führen muss.

Ein paar kleinere Unterschiede gibt es dann doch:

1. Der Mensch reitet nicht auf dem Hund, sondern läuft nebenher

2. Pferde müssen nicht durch Tunnel schlüpfen, durch Reifen springen oder über Stege und Wippen laufen.

Das Ziel ist dann doch das Gleiche: Möglichst schnell ohne Fehler den Parcours zu bewältigen.

Der Sport fasziniert durch die Harmonie zwischen Mensch und Hund, die als Team immer neue Aufgaben  zu erfüllen haben, welche in einem Parcours mit hundgerechten Geräten gestellt werden. Diese Geräte sind von den Hunden in einer vorgegebenen Reihenfolge abzuarbeiten. Wie beim Reitsport haben die Hundeführer vor dem Wettbewerb Gelegenheit, sich den Parcours anzusehen, einzurägen und den optimalen Weg für sich und ihren Hund zu suchen. Wie beim Reitsport führt der schnellste, fehlerfreie Lauf zum Sieg. Es begeistert immer wieder zu sehen, mit welcher Freude die Hunde ohne Halsband und Leine, nur geführt durch die Körpersprache und die akustischen Signale des Menschen, den Parcour bewältigen.

Man unterscheidet die folgenden Gerätetypen:

Hindernisse, die übersprungen bzw. Durchsprungen werden müssen.

Stangenhürden, Besenhürden, Mauern, Weitsprung, Reifen

Kontaktzonengeräte, die überlaufen werden müssen. Dazu gehören:

Steg, Wippe und die A-Wand

Den Namen Kontaktzonengeräte haben diese Parcourselemente von der markierten Fläche im Anfangs- und Endbereich des Hindernisses, in die der Hund beim Betreten des Gerätes mindestens ein Pfote setzen muss.

Zu der Familie der Tunnel, die es zu durchlaufen gilt, gehören der Stofftunnel oder Sacktunnel und der feste Tunnel (lang und kurz).

Tisch

Dort wird der Hund für eine bestimmte Zeit geparkt, bis es wieder weitergeht. Wie lange der Hund auf dem Tisch ausharren muss, bestimmt letztendlich der Richter.

Slalom

maximal 12 Stangen, durch die der Hund in einer bestimmen Richtung fädeln muss. Gestartet wird mit der Slalomstange, die sich neben der linken Hundeschulter befindet.

 

 

Damit die Hunde untereinander eine reelle Chance haben, sich zu messen, erfolgt eine Dreiteilung aller teilnehmenden Hunde anhand ihrer Größe und Leistungsfähigkeit. Je Größer der Hund desto höher die Hindernisse.

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