Der Irish Setter ist der Aristokrat unter den Settern. Dieser wunderschön anzuschauende kastanienfarbige Jagdhund wird aufgrund seiner Schönheit, seines im Standard geforderten freundlichen Wesens und seiner jagdlichen Gebrauchsfähigkeit von Liebhabern und Jägern gleichermaßen geschätzt.

Der Irish Red Setter ist ein Hund, der im Feld hervorragende Leistungen zu zeigen in der Lage ist, der mit exzellenten Vorstehmanieren überzeugt und der auch - dies beweisen die Einträge im Deutschen Gebrauchshundestammbuch - allen Anforderungen an einen Jagdhelfer gerecht wird.

So fordert er von seinem Besitzer, daß er ihm bei entsprechender Ausbildung auch die Gelegenheit bietet, das jagdlich Erlernte in der Praxis umsetzen zu können. Nur ein Hund, der die Gelegenheit zur Arbeit erhält, wird auch mit ausgeglichenem und angenehmem Wesen überzeugen.

Gleichzeitig ist dieser sanfte Hund, dessen Blick aus dunklen Augen einen aristokratischen, lebhaft intelligenten Eindruck vermittelt, ein Hund, der problemlos im Haus und in der Familie gehalten werden kann. Ein Hund, der sich mit einer Selbstverständlichkeit in die häusliche Gemeinschaft einfügt und als angenehmer Hausgenosse bezeichnet werden darf.

Der Irish Red Setter ist kein unterwürfiger Typ und hat manchmal seine eigenen Vorstellungen. In vielen Hundebüchern ist zu lesen, daß er als „eigensinnig" gilt. Dies trifft nur insofern zu, daß er mit seiner ausgeprägten jagdlichen Passion eine „konsequente" Hand benötigt, die ihm durch liebevolle Erziehung seine Grenzen bewußt macht und ihm die Kanalisation seiner Passion ermöglicht.

Unbestritten ist, daß der Irish Red Setter die eleganteste und sympathischste Erscheinung unter den Jagdhunderassen darstellt und daß man sich auf das durchgezüchtete Wesen seines Irish Red Setters bedenkenlos verlassen kann.

Die Ursprünge des Irish Setter sind verhältnismäßig jung, obwohl sie auf das frühe 18. Jahrhundert zurückgehen. Diese Setter wurden zweifelsohne in Irland im 18. Jahrhundert bekannt, als sie für die Arbeit vor dem Schuss gearbeitet wurden.

Obwohl der Irish Setter (Anfang des 19. Jahrhunderts) vergleichsweise selten war, gewann er schnell an Bekanntheit. Als der Irish Red Setter Club 1882 in Dublin gegründet wurde, wurde er von vielen für den einzigen Irischen Setter gehalten. Von diesem Tag an wuchs die Zahl der Irish Setter, während die Zahl der Rot und Weißen Setter abnahm.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden schon sehr viele Rote Setter exportiert und außerhalb Irlands gezüchtet. Er ist nun schon in Großbritannien, Europa und Amerika so alltäglich wie in Irland. Manche Besitzer kamen zu der Ansicht, der Irish Setter sei eher ein schöner Liebhaberhund als ein nützlicher Jagdbegleiter.

Wie auch immer, der Irish Kennel Club ist davon überzeugt, dass von den Irischen Roten Settern das Bestehen einer schweren Feldprüfung zu verlangen ist. Der Irische Rote Setter hat bewiesen, mehr zu sein als (nur) ein schöner Hund.

Der Irische rote Setter hat sich im Laufe der Jahre zu einem robusten, gesunden und intelligenten Hund entwickelt, der eine ausgezeichnete Arbeitsfähigkeit und große Ausdauer besitzt.

Rassestandard

Irland FCI-Standard Nr. 120 / 31.08.2001 / D

URSPRUNGSLAND: Irland

VERWENDUNG : Jagdhund und Familienhund

KLASSIFIKATION : Gruppe 7 (Vorstehhunde) Sektion 2 (Britische und Irische Vorstehhunde)

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD : rassiger, athletischer Hund, der insgesamt eher durchtrainiert und elastisch wirkt als kräftig und muskulös.

TEMPERAMENT : voller Qualität, freundlich im Ausdruck. Aristokratisch, lebhaft und intelligent.

KOPF : lang und schlank, nicht grob in Höhe der Behänge, Fang und Oberkopf sind gleich lang ihre Oberlinien verlaufen parallel

SCHÄDEL : oval zwischen dem Behang, mit ausgeprägtem Hinterhauptbein

STOP : ausgeprägt

NASE : Dunkelmahagoni, Dunkelwalnussfarben oder schwarz. Weite Nasenlöcher

FANG : mäßig tief und fast rechteckig. Lang zwischen Stop und Nasenschwamm. 

STIRN : Augenbrauenbogen erhöht

KIEFER : kräftig, nahezu gleichlang, Lefzen nicht pendelnd. Scherengebiss

AUGEN : dunkel, haselnussfarben oder dunkelbraun, nicht groß

BEHANG : von mittlerer Größe, fein, tief und weit hinten angesetzt, in einer schönen Falte dicht am Kopf herabhängend

HALS : von mittlerer Länge, muskulös, nicht dick, leicht gebogen, trocken

KÖRPER : passend zur Größe des Hundes

OBERE LINIE : sollte von der Schulter bis zur Rute allmählich gerade abfallen

SCHULTERN : gut erkennbare Schulterblattkämme. Tiefreichend und schräg zurückliegend

LENDEN : muskulös und leicht gewölbt

BRUSTKORB : tief, schmale Front. Gut gewölbte Rippen, mit viel Platz für die Lungen, doch darf der Hund nicht fassförmig sein

UNTERE LINIE : ansteigend, aber gerade

RUTE : von mittlerer Länge, passend zur Größe des Körpers, ziemlich tief angesetzt, stärker an der Wurzel, sich zu einer feinen Spitze verjüngend. Getragen auf gleicher Höhe mit dem Rücken oder tiefer. 

VORDERLÄUFE : gerade und sehnig, gute Knochenstärke

ELLENBOGEN : frei und gut heruntergelassen, nicht nach außen oder innen gerichtet

HINTERHAND : breit, kraftvoll

HINTERLÄUFE : von der Hüfte bis zum Sprunggelenk lang und muskulös; vom Sprunggelenk bis zur Ferse kurz und kräftig

KNIE UND SPRUNGGELENKE : gut gebeugt, nicht nach außen oder innen gerichtet

PFOTEN: klein, fest, kräftige Zehen, gut geschlossen und gewölbt

GANGWERK / BEWEGUNG : freie fließende, raumgreifende Bewegung Ist wünschenswert. Hoch getragener Kopf. Die Aktion der Hinterhand ist geschmeidig und sehr kraftvoll. Die Vorderläufe greifen gut voraus, dabei dicht über dem Boden bleibend. Sich kreuzende Läufe oder einwärts schwingende Vordermittelfüße sind höchst unerwünscht

HAAR : am Kopf, an den Vorderseiten der Läufe und an den Behangspitzen kurz und fein; an den anderen Körperteilen und an den Läufen von mittlerer Länge, glatt und möglichst frei von Locken und Wellen. Befederung am oberen Teil des Behanges lang seidig; auf der Rückseite der Vorder- und Hinterläufe lang und fein; am Bauch ausreichend behaart, um eine Franse zu bilden, die sich über die Brust bis zur Kehle fortsetzen kann. Die Pfoten zwischen den Zehen gut befedert. Das mäßig lange Haar der Rute bildet eine Fahne, die sich zur Spitze hin verjüngt. Die gesamte Befederung glatt und gleichmäßig

FARBE : sattes Kastanienbraun, ohne jede Spur von schwarz; weiß an der Brust, am Hals, am Kinn an den Zehen, oder ein kleiner Stern auf der Stirn, oder ein schmalen Streifen oder Blesse auf der Nase oder am Fang sind nicht disqualifizierend

GRÖSSE: Widerristhöhe: Rüden  58 bis 67 cm, Hündinnen 55 bis 62 cm         

FEHLER : jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

ANMERKUNG : Rüden sollten zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig Im Skrotum befinden.

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